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Krankheiten und Probleme

Fingernägel sind erstaunlich empfindlich wenn es um Veränderungen des Körpers und des Allgemeinzustands geht. Umgekehrt lassen sich an den Nägeln auch gesundheitliche Probleme ablesen. Da die Nägel im Schnitt einen Millimeter pro Woche an Länge gewinnen, kann es unter Umständen mehrere Monate dauern, bis selbst kleinste akute Veränderungen heraus gewachsen sind.

Gemessen am gesunden Nagel kann es zu drei grossen Veränderungen des Nagels kommen, die ihrerseits verschiedene Ursachen haben können:

  • Farbveränderungen
  • Formveränderungen
  • Strukturveränderungen

Alle folgenden Informationen sind nach bestem Wissen zusammen getragen worden. Dennoch kann für ihre Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr übernommen werden. Vor allem ersetzen sie nicht den Gang zum Arzt!

Farbveränderungen

Flächige Verfärbungen der Nagelplatte können dafür sprechen, dass Noxen wie Putz- und Reinigungsmittel, Nagellack oder Chemikalien das Aussehen des Nagels verändern. Ebenso können sie aber auch bei systemischen Erkrankungen wie Vitaminmangel, Stoffwechselkrankheiten und Vergiftungen oder bei Herz- und Nierenkrankheiten auftreten.

Weisse Flecken sind häufig Zeichen eines Mangels an Mineralien. Allerdings kann ein zu forscher Umgang mit der Nagelwurzel bei einer nicht Fach gerechten Maniküre zu Verletzungen der Nagelmatrix führen, was ebenfalls diese Flecken zur Folge haben kann.

Schwarz wird nicht der Nagel selbst sondern das Nagelbett, und zwar bei Einblutungen unter die Nagelplatte wie zum Beispiel nach einer Quetschung oder einem Schlag.

Von bräunlichen Verfärbungen (üblicherweise an zwei neben einander liegenden Fingern) sind vor allem Raucher betroffen.

Gelbe Nägel können ihre Ursache in einer geschädigten Leber haben.

Eine Verfärbung ins Grüne kann für das Vorliegen von Schimmelpilz- oder Bakterienbefall sprechen.

Formveränderungen

So genannte Uhrglasnägel sind nicht selten Zeichen einer lange bestehenden Herz- oder Lungenerkrankung. Der Nagel wölbt sich hierbei übermässig stark nach aussen.

Das umgekehrte Phänomen - die Bildung einer Mulde - nennt sich Löffelnagel und kann Symptom einer Magen-Darm-Erkrankung sein.

Für weiter gehende Informationen zur Anatomie und zu Erkrankungen des Fingernagels empfehle ich gesundheit.de - das Gesundheitsportal.

Strukturveränderungen

Der gesunde Nagel ist ist fest und gleichzeitig biegsam, damit er seinen Aufgaben als Kratz-, Kneif- und Zupfwerkzeug gerecht werden kann. Ein zu dünner Fingernagel biegt sich bei Druck stark durch, während eine zu dicke Nagelplatte bei Belastung nicht ausreichend nachgibt.

Längsrillen auf der Nagelplatte sind häufig und zumeist harmlos. Sie treten bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr gehäuft auf.

Querrillen sind oft Zeugen durchgemachter schwerer Krankheiten, die die Wachstumsgeschwindigkeit des Nagels beeinflussen, wie zum Beispiel Infektionen oder Chemotherapie.

Spröde, leicht brechende Fingernägel deuten auf einen Mangel an Vitaminen hin, treten aber ebenso bei häufigem Kontakt mit Chemikalien auf.

Auch glatte Nägel können ein Problem darstellen, nämlich wenn Tips oder Gel einer Modellage nicht haften. Ursächlich können hier Medikamente sein, wie beispielsweise Valproinsäure (ein Mittel gegen Epilepsie).

Fasernde, rauhe Nägel entstehen vornehmlich bei Pilzbefall, durch den die Struktur der bis zu 150 Hornschichten aufgebrochen wird.

Keine Krankheit, aber durchaus ein Problem, stellen Niednägel dar. Dies sind schmale Anteile der Nagelplatte, die entlang des Nagelfalzes einreissen. Sie können sehr schmerzhaft sein und bilden einen guten Boden für Infektionen.